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fetzen

Als ich traurig die Straße entlang gehe, kotzt mir ein Border Collie direkt auf meine Cordhose UND meine Chucks! Danach schaut er mich an, als wollte er sich entschuldigen, sodass ich schon fast wieder lachen muss. Habe ich vielleicht irgendein geheimes Mal auf der Stirn, das jeder außer mir sehen kann und das sagt: Ja, immer her mit der Scheiße! Vielleicht war es auch einfach nur ein banales Zeichen. Vielleicht ist ein überirdisches Wesen der Meinung, ich solle für den Rest meines Lebens Pumps tragen.
Bis gestern war ich noch verliebt. Vielleicht bin ich es immer noch. Aber so wie's aussieht bin ich mal wieder eifrig am Vermasseln. Weil ich wie ein verknallter Teenie entweder den Mund nicht aufkriege oder Blubberblasen produziere. Wird sich das eigentlich jemals ändern? Sollte man im Leben nicht eigentlich ständig dazulernen? Sollte man nicht reifer und reifer und verdammt noch mal immer reifer werden? Life long learning hat mein Politik Prof. propagiert. Scheint bloß leider nicht zu klappen
.

Aber ich will alles! Ich will bis an mein Lebensende Musik hören, ich knipse in Norwegen Papageientaucher, lese 1000 Bücher, im Mittelmehr schwimmt cool ein Fischschwarm an mir vorbei, in Indien werde ich von einem mit Henna bemalten Elefanten totgetrampelt, in meinem reinkarnierten Leben stehe ich mit 60 auf einer Brücke, springe, das Bungeeseil bewahrt mich vor dem Aufschlag. Weil das natürlich alles nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle, bekomme ich eine Depression, schließe mich ein Jahr lang in meinem Haus ein, bemale alle Wände mit abgedrehtem Scheiß, verkaufe es für eine Million Euro, mache davon eine zweite Weltreise, bin danach pleite, lebe als Penner auf der Straße, mir frieren fünf Zehen ab, ich betäube mich mit widerlichem Doppelkorn, besetze den Keller einer Jazzkneipe, lerne jemanden namens Bernd kennen und zusammen haben wir wieder zehn Zehen. Wir erzählen nur Mist, belästigen unbescholtene Bürger mit unseren Bierfahnen und sind trotzdem wertvollere Mitglieder der Gesellschaft als es die meisten Menschen um uns herum jemals sein werden.

 

19.4.07 01:56


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So. Da ich nun langsam in die Jahre komme, mein inneres Kind abstirbt, sich mein Alltag zu einer grauen, eintönigen Masse umgestaltet und mein winziges Bisschen Phantasie gänzlich flöten geht, wird man hier fortan ausschließlich nostalgisch beseelte YouTupe Links vorfinden, die außer mir vermutlich keinen Menschen interessieren.

Kleinkriminalität     http://www.youtube.com/watch?v=Pn0Bk3h3PWY  
                      http://www.youtube.com/watchv=u_xqKU4M6qo   Zahnfleisch     http://www.youtube.com/watch?v=hyOQ2-7xZRs
Good Weekend       http://www.youtube.com/watch?v=AY4dQHsPdiI

15.4.07 22:51


The love to leave behind, the need to find the new.. Ah... endlich wieder im trauten chaotischen Heim! Meine geliebten CD's! Endlich hab ich euch alle wieder!! Jaa...Freunde natürlich auch, aber nur am Rande.
Ich
war im besten Stück, das ich je gesehen habe. Yasmina Reza, KUNST. Es ging um ein Bild mit weißen Streifen auf weißem Grund [the white stripes] und die drei Sichtweisen zur Kunst. Es gab gefühlte fünf Minuten lange Monologe in beeindruckend schnellem Tempo, unglaublich!
Und immernoch höre ich Stimmen in meinem Kopf. Songs.

6.2.07 22:55


see this through and leave

Ich erinnere mich an G a r a g e n, die in planwirtschaftlicher Aneinanderreihung auf meinem Schulweg zur Grundschule platziert waren. Einmal wollte ich mit einem Mädchen, dem ich später sehr nahe sein sollte, zur Schule laufen. Ich kam viel zu spät und sie kickte schon ein ganzes Stück weiter Steine vor sich her. Ich erinnere mich an Garagen, an denen Basketballkörbe angebracht waren. An Garagen, die im Winter als Wind-, aber nicht als Kälteschutz herhalten konnten. Das steinekickende Mädchen hat mit 12 Jahren endlos lange drei Stunden mit mir dort ausgeharrt. Eine Garage musste als Probenraum für meine „Band“ Buße tun. Unfassbar, ich war mal in einer Band. Unseren ersten selbstgeschriebenen Song nannten wir sehr unpathetischShe’s on the balcony“. In einer Garage wurde der Geburtstag eines Teenies gefeiert. Rote Neonröhren, Robbie Williams und Tocotronic spielten eine gewisse Rolle und jemand hatte einen wunderbar langen Pullover an. Auf dem Dach einer Garage stellte ich jemandem eine zugegebenermaßen blöde Frage. Die Antwort schoss mich aus den Latschen und wir waren lange zum Kotzen glücklich. Es regnete als ich an einer Haltestelle (gegenüber einer Garage) saß und die Worte hörte „Ich mache dich zu einem schwachen Etwas, das auf dem Boden rumkraucht.“.  Ich hörte mich sagen „Ja, ich bin eine Amöbe, wenn ich mit dir rede.“. Irgendwann werde ich mich an meine Geburt erinnern. Oder an meine Zeugung, die höchstwahrscheinlich irgendwas mit einer Garage zutun hatte.

5.2.07 17:28





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